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Einkaufen
per Internet soll ein Erlebnis sein?
Man mag sich fragen, ob einkaufen im Internet wirklich Spass macht.
Waren Sie beispielsweise schon einmal in einem spezialisierten Seifengeschäft, in dem man aus einer umfangreichen Auswahl an Seifen in den verschiedensten Farben, Düften und Formen wählen kann? Das Einkaufen wird hier zum Erlebnis, weil es mehrere Sinne gleichzeitig positiv anspricht und man nach dem Kauf davon überzeugt ist, etwas gutes erworben zu haben. Das Gleiche gilt natürlich für Einkäufe in kleinen spezialisierten Läden oder einer Buchhandlung mit Ambience. Solche Erlebnisse lassen sich im Internet nur sehr schlecht bewirken, die erwähnte Verkaufskette mit den handgemachten Seifen wirkt im Internet wenig unterhaltsam (www.lush.co.uk).
Beim Einkaufen spielt aber nicht nur der Erlebnisfaktor eine Rolle. Gerade wenn in einer Partnerschaft beide berufstätig sind, möchte man sich gerne die Zeit sparen, die man für Routineeinkäufe benötigt. Produkte wie Mineralwasser, Milch, Zahnpasta, Pelati-Büchsen oder Tiernahrung sind Beispiele für mögliche Routineartikel - das Sortiment solcher Artikel, die man regelmässig benötigt, ist natürlich je nach Haushalt grundverschieden. Für solche Artikel bieten sich Internetfirmen wie http://www.le-shop.ch/ gerade zu an: man hinterlegt eine elektronische Einkaufsliste und muss beim nächsten Besuch nur noch die gewünschte Menge eintragen, die Lieferung kommt am nächsten Tag per Expresspost. Die eingesparte Zeit kann man dann dazu verwenden, die restlichen Produkte die man benötigt gemütlich einzukaufen.
Wo plazieren wir jetzt die öffentlichen Stellen als Anbieter von Produkten und Dienstleistungen?
Unsere Dienstleistungen
Unsere Kundinnen und Kunden sind sehr verschieden: einige werden es schätzen,
Dokumente persönlich am Schalter abzugeben, andere ziehen es vor, mit öffentlichen
Stellen per Post zu verkehren. Einen Einfluss auf den Entscheid "persönlich",
"telefonisch" oder "schriftlich" kann auch die Art der gewünschten
Dienstleistung haben: wenn jemand beispielsweise ein Formular zum ersten Mal
ausfüllt (das kann ein Antrag auf eine AHV-Rente sein) und sichergehen
möchte, dass er es richtig gemacht hat, dann wird er gerne an den Schalter
kommen. Dabei wird er vielleicht auch eine gewisse Wartezeit in Kauf nehmen,
weil andere vor ihm das gleiche machen. Wenn aber jemand ganz genau weiss, was
er oder sie will - z.B. ein Ortsplan oder ein leeres Formular - dann möchte
die Person möglichst schnell zum Ziel kommen und nicht extra am Schalter
vorbeikommen und lange anstehen.
Es gibt also auch bei uns
Dienstleistungen, die man über das Internet anbieten könnte und solche
die den direkten persönlichen Kontakt erfordern.
E-Government - der Begriff
Unter electronic government versteht man allgemein die elektronische Abwicklung von Geschäften zwischen Kunden und Staat. Kunden können dabei Privatpersonen, Firmen oder auch andere Amtsstellen sein.
Verschiedene Stufen des "elektronischen Staates"
Je nach Ressourcen und Anforderungen sind Verschiedene Stufen von e-government denkbar:
Je höher sich ein virtuelles Ratshaus entwickelt, desto kostenintensiver wird der Unterhalt und die Pflege des Angebotes. Bei grösseren Verwaltungseinheiten, wie z.B. der Baudirektion des Kantons Zürich, rentiert es sich aber, einen Entwicklungsschritt zu unternehmen und die Verwaltungsprozesse in einem elektronischen System abzubilden. Der Vorteil ist, dass die Kernprozesse anhand der Vorgaben überwacht werden können. Wenn der Datenfluss zum System elektronisch erfolgt, sind die Synergieeffekte natürlich am grössten. Schwieriger wird es, wenn die Entscheidungsgrundlagen in Papierform eintreffen und erst im System erfasst werden müssen (z.B. manuell ausgefüllte Steuererklärungen ).
Beispiel Baugesuch
Unter www.baugesuche.zh.ch wurden die Abläufe beschrieben, die Gesetzestexte hinterlegt, die Formulare ins Online-Angebot integriert und (in einem geschützten, nur für Gemeinden zugänglichen Bereich) ein Zugang zum Geschäftskontrollsystem der Baudirektion eingerichtet. Die Gemeinden können sich so über den Stand der an den Kanton weitergeleiteten Baugesuche informieren.
Virtuelles Gemeindehaus?
Dasselbe ist auch für Gemeinden denkbar, allerdings bedingt ein solches System, dass die Gemeinde die Prozesse in der eigenen Verwaltung genau kennt, dokumentiert und festschreibt. Diese Prozesse können dann in einem Geschäftskontrollsystem abgebildet werden und dieses wird wiederum mit dem Online-Schalter verknüpft.

Der Bürger hätte den Vorteil, dass er während der Verarbeitung laufend Einsicht in den Stand des Verfahrens hat und deshalb abschätzen kann, wie lange er auf seine Bewilligung warten muss.
Es sind aber auch Transaktionen denkbar, die rund um die Uhr gerade online erledigt werden könnten:
Elektronische Ausweise
Bedingung für solche Transaktionen ist ein elektronischer Ausweis, der sicherstellt, dass nur Herr Müller Zugang zu seinen eigenen Daten hat und dass Herr Meier nicht auf Müller's Daten zugreifen kann. Wenn die Identität des Gesuchstellers nicht geklärt wird, dann kann jemand anders Daten abrufen oder die Änderung von Daten veranlassen, die ihn gar nicht betreffen.
Nachdem die erste private Ausgabestelle von elektronischen Ausweisen, die Swisskey, ihre Dienste per 31. Dezember 2001 eingestellt hat, sind jetzt verschiedene Projekte im Gange um diese Lücke zu schliessen. Der Kanton Zürich hat dazu das Projekt SOPRANO gestartet, das den Grundstein für eine PKI (Public Key Infrastructure) legt, die es dann u.a. ermöglicht, elektronische Ausweise auszugeben.
Natürlich sind für gewisse Transaktionen auch Einwegpassowrte denkbar, so kann zum Beispiel ein Vorführtermin beim Strassenverkehrsamt umgebucht werden, wenn man das Passwort auf dem Vorladungsschreiben bei der Umbuchung angibt. Einwegpassworte kamen auch beim ersten e-Voting-Freilandversuch in Genf zum Einsatz.
Der Vorteil einer elektronischen Identitätskarte wäre vor allem, dass man nicht für Gemeinde, Bezirk, Kanton, Bund etc. je einen eigenen Ausweis oder ein Passwort haben muss. Man könnte sich bei allen Institutionen auf die gleiche Weise zu erkennen geben.
Ziele von e-Government
Und wo steht die Schweiz?
Machen Sie sich selber ein Bild und vergleichen Sie
den Schweizer Online-Schalter mit dem .....
Weiterführende Links
und übrigens:
Beim Einkaufen in den Läden der Region trifft man regelmässig Bekannte, kommt miteinander ins Gespräch und unterstützt die lokale Wirtschaft.
Vielen Dank für Ihr Interesse!
Ihre Gemeinden Otelfingen, Boppelsen, Dänikon, Hüttikon